GASTLAND ÖSTERREICH LEIPZIGER BUCHMESSE 27. BIS 30. APRIL 2023 GASTLAND ÖSTERREICH LEIPZIGER BUCHMESSE 27. BIS 30. APRIL 2023 GASTLAND ÖSTERREICH LEIPZIGER BUCHMESSE 27. BIS 30. APRIL 2023 GASTLAND ÖSTERREICH LEIPZIGER BUCHMESSE 27. BIS 30. APRIL 2023 GASTLAND ÖSTERREICH LEIPZIGER BUCHMESSE 27. BIS 30. APRIL 2023 GASTLAND ÖSTERREICH LEIPZIGER BUCHMESSE 27. BIS 30. APRIL 2023 GASTLAND ÖSTERREICH LEIPZIGER BUCHMESSE 27. BIS 30. APRIL 2023 GASTLAND ÖSTERREICH LEIPZIGER BUCHMESSE 27. BIS 30. APRIL 2023 GASTLAND ÖSTERREICH LEIPZIGER BUCHMESSE 27. BIS 30. APRIL 2023 GASTLAND ÖSTERREICH LEIPZIGER BUCHMESSE 27. BIS 30. APRIL 2023 GASTLAND ÖSTERREICH LEIPZIGER BUCHMESSE 27. BIS 30. APRIL 2023

Wer ist „wir“?

Das Pressegespräch zum Auftakt Österreich als Gastland der Leipziger Buchmesse 2023

Offen und divers, progressiv und zukunftsmutig, humorbegabt und zu Selbstkritik fähig – so präsentiert sich Österreich als Gastland der Leipziger Buchmesse 2023. Unter dem Motto „meaoiswiamia“ präsentiert Österreich bekannte Autor:innen, neue literarischen Stimmen und hochkarätige Verlage. Der Gastland-Auftritt wird organisiert vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels unter der künstlerischen Leitung von Katja Gasser. Fördergeber ist das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS).

Andrea Mayer, österreichische Kunst- und Kulturstaatssekretärin: „Österreich bei der Leipziger Buchmesse als Gastland zu positionieren war seit Jahren als gute Idee im Gespräch. Ich freue mich daher besonders, dass die Umsetzung jetzt gelingt und wir den österreichischen Autorinnen und Autoren, den Verlagen und Buchhandlungen damit eine besonders sichtbare internationale Bühne bieten können. Das Team rund um Katja Gasser wird zeigen, wie vielfältig und spannend Österreichs Gegenwartsliteratur ist. Der Gastland-Auftritt wird aber auch über die Literatur hinausgehen und die gesamte Kulturszene unseres Landes in Leipzig repräsentieren. Gerade in einer schwierigen Zeit, die dann hoffentlich hinter uns liegt, ist das ein wahrer Lichtblick für das Jahr 2023.“

Das ungewöhnliche Motto des Gastland-Auftritts „meaoiswiamia“ will bewusst irritieren und wurde als sanfter Gegenbegriff zum tief verwurzelten „mia san mia“ kreiert. Es knüpft an die avantgardistische Literaturtradition Österreichs an und zeigt zugleich, dass sich „wir“ im Verständnis des Gastlandes immer aus unterschiedlichsten, solidarisch verbundenen Individuen zusammensetzt und stets mehr umfasst, als auf den ersten Blick zu sehen ist. Vielfalt und Partizipation waren deshalb bei Konzeption und Ausgestaltung der Kampagne und des Programms handlungsleitend. Visuell begleitet wird Österreichs Präsenz in Leipzig von einer Plakatkampagne der Design-Agentur EN GARDE: Großformatige Schwarz-Weiß-Portraits österreichischer Autor:innen unterstreichen die Aussage: „wir“ sind nur eine Auswahl und was zu sehen ist, was sichtbar wird, ist nur ein Bruchteil davon, was ist.

Katja Gasser, Künstlerische Leiterin des Gastland-Projekts: „Wir möchten mit unserer Kampagne einerseits an eine sehr spezifische österreichische Literaturtradition anknüpfen – an Autoren wie H.C. Artmann etwa – , zugleich eine politische Setzung vornehmen und diese lautet: ‚wir‘ – wie Identität überhaupt – ist immer ein sehr heikles und zerbrechliches Konstrukt, es ist nur dann für und nicht wider den Menschen, wenn es als etwas gedacht wird, das in permanenter Bewegung und Verwandlung begriffen ist.“

Der Claim „meaoiswiamia“ markiert die Vielgestaltigkeit wie auch widerspenstige Qualität, die Österreichs literarische Landschaft charakterisieren. Diese ist geprägt von zahlreichen unabhängigen Verleger:innen, die mit großer Hingabe und Risikobereitschaft sowie einem ausgeprägten Sinn für Qualität und Innovation die Buchwelt beständig weiterentwickeln. Auch die Autor:innen des Gastlandes spiegeln die große Bandbreite in Österreichs literarischem Schaffen wider. Dabei wird das Gastland alle Genres von Belletristik, Lyrik, Essay und Drama über Kinder- und Jugendliteratur bis zu Sachbüchern, Ratgebern, Wissenschaftsbüchern und Bildbänden sowie eine Vielzahl an Neuerscheinungen präsentieren.

„Wir haben in Österreich eine tief verankerte literarische Kultur und sind stolz auf eine vielfältige Verlagslandschaft, die unter anderem geprägt ist von zahlreichen unabhängigen Verleger:innen. Die österreichische Buchproduktion lebt von ihrer Hingabe und Risikobereitschaft sowie einem ausgeprägten Sinn für Qualität und Innovation.“, sagt Benedikt Föger, Präsident des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels.

Das umfangreiche Begleitprogramm zum Gastland-Auftritt beginnt am 17. März in Leipzig mit dem literarisch-musikalischen Abend „Wildes Österreich“ in der Schaubühne Lindenfels mit zahlreichen österreichischen Autor:innen. Am 18. Mai 2022 startet dann die Literaturhaus-Tour mit Lesungen österreichischer Autor:innen in zahlreichen deutschen Städten und in der Schweiz. Ab 21. März empfängt die Künstlerische Leiterin Katja Gasser bekannte und noch zu entdeckende Autor:innen zur Podcast-Reihe „meaoiswiamia. Literaturgespräche aus dem Rosa Salon“. Ab Anfang 2023 steht dann Leipzig ganz im Zeichen des Gastlandes mit Ausstellungen, Theateraufführungen des Wiener Burgtheaters, einer Filmwoche (kuratiert von Thomas Ballhausen) sowie zahlreichen Veranstaltungen in der Schaubühne Lindenfels. Ein Highlight ist am 25. März 2023 die Literatur-Show „Werdet Österreicher!“ mit dem deutsch-österreichischen Satiriker-Duo Stermann/Grissemann und dem Leiter der schule für dichtung in Wien, Fritz Ostermayer.

„Gastland der Leipziger Buchmesse zu sein heißt, seine Literatur und Kultur einem breiten Publikum präsentieren zu können. Eine Möglichkeit, die das künftige Gastland Österreich bereits die nächsten Monate mit einem beeindruckenden Programm ausfüllen wird. Ich freue mich sehr, dass wir heute den Auftakt hier in Leipzig feiern. Und ich bin gespannt auf neue, überraschende Seiten, die wir von Österreich kennenlernen werden.“, so Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse.

Autor Jad Turjman tödlich verunglückt

Das Gastlandprojekt trauert um Jad Turjman, der in Syrien erste literarische Schritte gemacht hat und in Österreich zum Schriftsteller wurde. Einer, der darum bemüht war, Überleben in Leben zu verwandeln. Ein großer Verlust für die österreichische Gesellschaft.

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